Vampirwahnsinn

DieWaechterin am 4. August 2008 um 18:09

Es ist soweit: Bis eben habe ich noch gearbeitet und nun werde ich mich gleich ins Bett lümmeln und ein ganz bestimmtes Buch aufschlagen. Ja, ihr wisst schon welches - der vierte Band von Edward und Bella ist seit heute bei uns erhältlich und verspricht spannend zu werden. Eins kann ich ja schon verraten:

“Don`t be afraid,” I murmired. We belong together. I was abruptly overwhelmed by th truth of my own words. This moment was so perfect, so right, there was no way to doubt it. His arms wrapped around me, holding against him… It felt like every nerve ending in my body was a live wire. “Forever,” he agreed.

(Stephanie Meyer: Breaking dawn)

So, ich bin dann mal in Forks - für einige Zeit. :-)

Mit Liebe zum Haar - ein Liebesdienst

DieWaechterin am 28. Juli 2008 um 23:36

Einige von euch wissen ja bereits, dass ich mich mal wieder getraut habe. Nun sind die Fransen auf meinem Kopf, die man üblicherweise Haare nennt noch kürzer als sie jemals zuvor waren.

Grund dafür war der verpastze Schnitt meine Friseurin daheim. Zurück in Aachen habe ich mich dann gleich auf die Socken nach einem neuen Haarschneider gemacht. Und auf dem Weg zur Stadtbibliothek kam ich dann  [hier] vorbei.
Eine Woche bin ich tagtäglich an diesem wunderschönen Salon vorbeigezogen und tagtäglich habe ich mich nicht getraut, einen Termin zu machen. Doch dann war der Unmut zu groß und ganz spontan habe ich mich beim Meister selber vorgestellt. :-D
Für den überaus zufriedenstellenden Liebesdienst bedanke ich mich noch einmal. Welche Hände, welch ein Duft - die Männer hier in Aachen habe es raus, die Frauen an sich zu binden - mit Haar und Blume! ;-) Beiden werde ich wohl treu bleiben -solange ich in der jecken Kaiserstadt lebe…

Spielstände

DieWaechterin am 27. Juli 2008 um 23:47

Die Verzweiflung wuchs im Laufe der Woche! Nach anfänglicher Euphorie, diesen Biestern schnell den Garaus zu machen, verwandelte sich meine Kampfhaltung in wilders Experimentierem am Objekt. Das sah dann wie folgt aus:

Montag: Blume in einen Durchzugswinkel des Flurs gestellt. In dem nachliegendem Blumenladen mit dem unglaublich attraktiven himmelblau-äugigen Blumenhändler nachgefragt, ob er Sonnentau hätte. Leider sei das Wetter zu schlecht - in zwei bis drei Wochen - berichtete er mir. Was ich denn nun tun solle? Die Blume nach draußen stellen (sehr witzig - etwa in die Fußgängerzone?) und zwei Wochen lang nicht gießen.

Dienstag: Nicht gegossen und ein Gläschen mit Zuckerwasser und Spülmittel zur Blume gestellt.

Mittwoch: Nicht gegossen (auf so einen Mann hört man schließlich ;-) ) und die ersten Spül-Zucker-Wasser-Leichen gezählt. Am heutigen Tag punktete ich.

Donnerstag: Nicht gegossen (bin ja gehorsam :-P ) und ein weiteres Gläschen in der Küche aufgestellt, wo wir eine Anhäufung ähnlicher Objekte feststellten. Haben also Gebietsverluste zu beklagen. Punkt für die Trauer-Stecher. :-(

Freitag: Nicht gegossen (erwähnte ich den Blumenhändler schon?) und noch mehr Opfer ins Klo gespült - geht es doch langsam dem Ende zu?

Samstag: Nicht gegossen (das sagte ich schon!) und die ultimative Waffe gegen diese Mistdinger gefunden - ich mache sie genau so fertig, wie ich mich derzeit fertig mache und lese ihnen die letzten zwei Tage während meines Lernmarathons aus dem Buch zum Externen Rechnungswesen vor.

Sonntag: Seitdem meine Lesungen verstärkt wurden, befinden sich die Mücken überwiegend am Küchenfenster, wo sie versuchen, hinauszufliegen. Das würde ich in Anbetracht des Themas auch…

In diesem Sinne: Guten Flug :-D

Die Schlacht beginnt

DieWaechterin am 21. Juli 2008 um 23:33

Heute morgen wachte ich auf und hatte kleine Stiche an Händen und Hals. Sie juckten ein wenig, waren aber kurz vor der Arbeit wieder vergessen. Doch zu denken, gab es mir schon - schließlich beobachtete ich dieses Phänomen nun die zweite Nacht.

Zu Hause angekommen, machte ich mich auf, um das Geheimnis zu lüften. Bewaffnet mit Gummihandschuhen, Putzeimer und - lappen sowie frischer Bettwäsche und einer prall gefüllten Waschmaschine ging ich in Kampfstellung. Das Bett, die Fensterbänke, der Schreibtisch, der Schranke, der Boden - alles - wirklich alles wurde durchgesehen und sauber gemacht oder frisch bezogen. In der letzten Blume (dem größten Ungetüm in meinem Zimmer) fand ich dann die Biester gegen die ich ankämpfte.

Nach einiger Recherche kannte ich sie auch beim Namen: “Trauermücken” - die aus der Blumenerde hervorkriechen, weil die Blumenerde eine unglückliche Kaufwahl war (das sollte ich gleich auch noch meinem Zwischenmieter mailen! ;-) ). Was also nun tun? Chemie - nein danke - später ist diese gewaltige Blume auch kaputt und ich habe ein gewaltiges Problem. Also erst einmal Abmarsch - ins Badezimmer verbannt, wo der Topf gereinigt wurde und auch der Untertopf. Neue Erde ließ sich noch nicht finden - also wurde das auf später verschoben.

Folgende Taktiken sind nun in Aussicht oder bereits in Arbeit:

1. Streichhölzer in die Blumenerde stecken - noch glaube ich nicht daran, aber immerhin kann ich in dem Glauben schlafen gehen, dass ich was tue.

2. Mein toller Mitbewohner und ich haben die Erde in Frischhaltefolie gewickelt - frei nach dem Motto - ohne Luft tuts auch eine Trauermücke nicht mehr…

3. Sonnentau kaufen - das finde ich eine feine Idee - so habe ich einen natürlichen Fleischfresser gleich in meinem Zimmer - der mich nicht nur vor Trauermücken befreit, sondern auch Spinnen und Steckmücken verfrühstückt. Das mache ich wohl gleich morgen. :-P

4. Gelbsticker - sollen angeblich auch helfen - doch ich versuche es erst einmal auf der alternativen Basis. :-(

5. Und nicht zu vergessen: Umtopfen - wird auch gemacht! ;-)

Die Weihnachtstat

DieWaechterin am 17. Juli 2008 um 19:28

Ich muss gestehen: Normalerweise verfechte ich die Ansicht, dass vor dem ersten Dezember kein Lebkuchen, keine Maripanbrote und schon gar keine Weihnachtsmänner gegessen werden dürfen.

Doch heute konnte ich nicht mehr an mich halten - er spazierte einfach so in mein Büro hin ein - der “weiße Weihnachtsmann”. Und da man keine Geschenke abschlagen soll und der Schenker mit großen Augen guckte und mich quasi dazu zwang, ihn aus seiner Folie zu schälen…

Wie es nun so ist: Einmal von der süßen Versuchung gekostet - so kann man sich nicht mehr höflich zurücknehmen und über den Nachmittag hinweg war kein Weihnachts man mehr vorhanden. Mein Bauch dafür prall gefüllt, das schlechte Gewissen groß und der Gemütszustand wohlig - ja fast weihnachtlich. ;-)

In diesem Sinne: Schönen Sommer! :-P

Transcript of records

DieWaechterin am 8. Juli 2008 um 18:50

Wie lange bin ich nun aus Italien wieder zurück in Deutschland? Ich kann mich kaum erinnern - also muss es schon eine ganze Weile her sein. Immerhin bin ich nun auch schon seit gut einem Monat im Praktikum und zähle mich zum arbeitenden Volk (was bei mir die Frage aufwirft, wer hier auch bereits arbeitet?)

Auf jeden Fall scheint es mir schon sehr lange her zu sein, dass ich freudestrahlend in die gute alte Heimat gekehrt bin. Um so überraschter war ich als plötzlich ein Brief der Università degli Studi di Firenze ins Haus flatterte. Was wollen dir denn schon wieder - habe ich zu Beginn gedacht? Doch als ich den Umschlag aufrisse, fiel mir unglaublicherweise mein transcript of records in die Hände. Ich hatte es ja kaum noch für möglich gehalten.

Da von fünf Briefen geschätzte drei nie ankommen in Italien, hatte ich auch damit gerechnet, dass dieser seinen Weg nicht finden würde. So kann ich nun also doch mit kompletten Unterlagen beim Akademischen Auslandsamt antreten. ;-) Nach eine so langen Zeit…