Heute morgen wachte ich auf und hatte kleine Stiche an Händen und Hals. Sie juckten ein wenig, waren aber kurz vor der Arbeit wieder vergessen. Doch zu denken, gab es mir schon - schließlich beobachtete ich dieses Phänomen nun die zweite Nacht.
Zu Hause angekommen, machte ich mich auf, um das Geheimnis zu lüften. Bewaffnet mit Gummihandschuhen, Putzeimer und - lappen sowie frischer Bettwäsche und einer prall gefüllten Waschmaschine ging ich in Kampfstellung. Das Bett, die Fensterbänke, der Schreibtisch, der Schranke, der Boden - alles - wirklich alles wurde durchgesehen und sauber gemacht oder frisch bezogen. In der letzten Blume (dem größten Ungetüm in meinem Zimmer) fand ich dann die Biester gegen die ich ankämpfte.
Nach einiger Recherche kannte ich sie auch beim Namen: “Trauermücken” - die aus der Blumenerde hervorkriechen, weil die Blumenerde eine unglückliche Kaufwahl war (das sollte ich gleich auch noch meinem Zwischenmieter mailen!
). Was also nun tun? Chemie - nein danke - später ist diese gewaltige Blume auch kaputt und ich habe ein gewaltiges Problem. Also erst einmal Abmarsch - ins Badezimmer verbannt, wo der Topf gereinigt wurde und auch der Untertopf. Neue Erde ließ sich noch nicht finden - also wurde das auf später verschoben.
Folgende Taktiken sind nun in Aussicht oder bereits in Arbeit:
1. Streichhölzer in die Blumenerde stecken - noch glaube ich nicht daran, aber immerhin kann ich in dem Glauben schlafen gehen, dass ich was tue.
2. Mein toller Mitbewohner und ich haben die Erde in Frischhaltefolie gewickelt - frei nach dem Motto - ohne Luft tuts auch eine Trauermücke nicht mehr…
3. Sonnentau kaufen - das finde ich eine feine Idee - so habe ich einen natürlichen Fleischfresser gleich in meinem Zimmer - der mich nicht nur vor Trauermücken befreit, sondern auch Spinnen und Steckmücken verfrühstückt. Das mache ich wohl gleich morgen.
4. Gelbsticker - sollen angeblich auch helfen - doch ich versuche es erst einmal auf der alternativen Basis.
5. Und nicht zu vergessen: Umtopfen - wird auch gemacht! 