Von geklauten Eiffeltürmen bis Roboter-Putz-Kens

Ich habe heute Abend den Laienspielwettbewerb in Riemsloh besucht. Jedes Jahr messen Gruppen der katholischen Jugend Riemsloh gegenseitig ihr schaupielerisches Können. Auch heute hieß es wieder “Vorhang auf - für die Showgrößen Riemslohs”. Den Titel haben sich die Kinder im Alter von schätzungsweise 10-15 Jahren redlich verdient.

Zu Beginn überzeugten die Smileys mit der packenden Krimi-Komödie um die berüchtigte Smiley-Band. Ein Haufen von 80-jährigen Damen, denen zu Hause die Decke auf dem Kopf fällt und die von ihren Familien vergessen wurden, werden zu phänomenalen Kleptomaninnen, die zum 80. Geburtstag die Flasche Champagner im KdW mitgehen lassen. Und als wenn das nicht schon genug wäre, schlagen sämtliche Familienmitglieder über die Stränge - die Kinder trinken Alkohol und schwänzen die Schule, die Mutter ist genervt und will einfach mal 2 Sekunden ihre Ruhe und der Vater - selber strebsamer Polizeibeamter - wird irrtümlich anstelle seiner Schwiegermutter verhaftet.

Diese flieht mit ihren Komplizinnen in eine der schönsten Städte Europas - Paris. Bereits nach einer Woche melden die französischen Behörden, dass der Eiffelturm geklaut und an seiner Stelle nun ein riesiges Smiley das Wahrzeichen Frankreichs darstellt.

Ich habe mir mal erlaubt, mir das bildlich vorzustellen:

Smiley als Wahrzeichen Frankreichs

Ganz anders geht es in dem Stück “Futura” zu. Wenn auch der pädagogische Gehalt nicht sofort erkennbar ist, so ist er doch da: Eine Maschine kann nun mal keinen Menschen ersetzen - und schon gar nicht die Frau Kollmann. Diese nette und hilfsbereite Putzkraft, die ihrer völlig überforderten Chefin Frau Moll nicht nur im Haushalt unter die Arme greift, sondern auch die “Männer” des Hauses füttert und pflegt. Doch nun möchte Frau Kollmann endlich weg - zu ihrem Freund nach Gelsenkirchen (bereits bei diesem Satz hätte man sich denken können, dass sie am Ende wieder vor der Haustür steht).

Also muss Ersatz her. Von der überaus attraktiven Freundin aus dem Frauenverein erfährt Familie Moll von Putzmaschinen in menschlichen Körpern. Sie sehen aus wie wir, müssen aber nur einmal bezahlt werden, bekommen kein Weihnachtsgeld, verrichten ihre Arbeit zu jeder Tages- und Nachtzeit und schlafen in der Küche auf einem Stuhl. Schade nur, dass das Modell “Mädchen für alles” bereits seit Wochen nicht mehr lieferbar ist. Dafür gibt es Lara Croft mit Staubwedel, die vor allem Opa Moll schwer beeindruckt.

Nicht zuletzt geht unsere Miss Croft kaputt und verursacht einen hysterischen Ausbruch bei Frau Moll, eine Stripeinlage von Herrn Moll, eine geistige Verwirrtheit bei Opa Moll und auch der Sohn bleibt seinem erfinderischen Geist treu, der durchaus die Teilnahme bei “Jugend forscht” rechtfertigt.

Als Schlusswort bleibt noch zu sagen, dass der Humor von “Futura” durchaus mit seinen Regisseuren vereinbar ist und ich Jens zu seiner Gruppe und seinen Mit-Gruppenleitern gratuliere - tolle Show.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr gewinnt!

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